Erlöserkirche

Architekt Adolf Eichler

Erlöserkirche in Baku. Die feierliche Grundsteinlegung der Kirche fand am 21. März 1896 statt. Auch der bekannte Ölmann und Ingenieur Emmanuel Ludwig Nobel war offiziell angereist, um an der Veranstaltung teilzunehmen.

Der Autor des Kirchenprojekts war der deutsche Architekt Adolf Wilhelm Eichler (08.10.1869 – 05.02.1911). Der Bau erfolgte unter der Leitung des Ingenieurs Albert Loter. Der Tempel wurde ausschließlich auf Spenden von Gemeindemitgliedern gebaut.

Am 24. Juni 1898 wurde ein elegantes vergoldetes Kreuz mit einem Gewicht von 213 kg auf den Turm der Kirche gehisst. Anfang 1899 wurden Kirchenglocken und eine Orgel eingebaut.
Die Einweihungszeremonie der Erlöserkirche fand am 14. März 1899 statt.

Das erste Orgelkonzert, bei dem in Baku Werke von Johann Sebastian Bach aufgeführt wurden, fand 1900 in der Kirche statt. Anschließend wurden Kirchenkonzerte zur Tradition und fanden bis 1928 statt.
In den 1930er Jahren musste die Erlöserkirche von der kommunistischen Regierung in der UdSSR abgerissen werden. Aufgrund der Größe der Haupthalle wurde es jedoch gerettet und in eine Werkstatt des Bildhauers Pinkhos Sabsay umgewandelt.

In den letzten Jahren des Bestehens der UdSSR wollte man in der Erlöserkirche ein Kino einrichten.
Nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Aserbaidschans wurde die Erlöserkirche mit Hilfe der Deutschen Botschaft in Aserbaidschan und des größten deutschen Gas- und Ölunternehmens «Wintershall Holding GmbH» gründlich restauriert.