Wohngebäude in der Straße 28. Mai

Architekt Johann Wilhelm Edel

Das dreistöckige Wohnhaus mit Geschäften im Erdgeschoss wurde 1896–1899 nach dem Entwurf des deutschen Architekten John Wilhelm Edel (1863 - 14.02.1932) erbaut.

Als eines der schönsten Gebäude in Baku nimmt das Wohngebäude eine verantwortungsvolle städtebauliche Position ein, da es an der Kreuzung zweier zentraler Stadtautobahnen liegt und gleichzeitig in drei Straßen mündet: die Kamenistaya-Straße (derzeit Bashir-Safaroglu-Straße), die Kaspiyskaya-Straße (derzeit Rashid-Beybudov-Straße) und die Telefonstraße (derzeit 28-Mai-Straße). Das Baugrundstück des Gebäudes nähert sich fast der Fläche des gesamten Blocks.

Aufgrund seiner architektonischen und planerischen Merkmale gehört dieses Baudenkmal zu den monumentalen Gebäuden der Stadt im Stil der französischen Renaissance. Volumetrisch betonte Ecken mit Kuppeln, Fassaden in großen Gliederungen des Ordnungssystems mit stark hervortretenden korinthischen Säulen, der vertikale Rhythmus der Achsen, die Silhouette – bestimmten den Charakter der architektonischen Komposition des Wohngebäudes.

Das Gebäude zeichnet sich durch die reiche Plastizität der Fassaden, die künstlerische Malerei in den Treppenhäusern und die subtile professionelle Dekorlösung in orientalischen und europäischen Motiven in den Innenräumen des Mietshauses aus.

Der Architekt John Edel legte in seinen Gebäuden neben der komplexen Zusammensetzung des Gebäudes besonderen Wert auf zahlreiche architektonische Details und brachte eine einzigartige und reiche künstlerische Palette in das Bild von Baku ein. Durch die Atmosphäre aus Licht und Schatten entstand auf der Oberfläche der Fassaden der von ihm entworfenen Gebäude volumetrische Plastik.

Der Autor drückte in dem schweren und monumentalen Volumen eines Wohngebäudes an der Kreuzung von Kaspiyskaya (derzeit Rashid Beibudov-Straße) und Telephone (derzeit 28. Mai-Straße) die vollständige Modulation architektonischer Techniken, Formen, Elemente und Details in einer wunderschönen Steinpräsentation aus, die sich der Wende vom 19. zum frühen 20. Jahrhundert näherte. zu einer Art stilistischem Eklektizismus.